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Mauremys - die Bachschildkröten Eurasiens


Mauremys leprosa -

Die Maurische Bachschildkröte


Verbreitungsgebiet: Südwesteuropa (Spanien, Portugal, Frankreich), Nordwestafrika (Marokko, Mauretanien, Niger, Tunesien, Algerien und W-Libyen.

Für diese Art sind neun Unterarten beschrieben, von denen sich bei jüngsten Untersuchungen einige jedoch als nicht valid erwiesen.

Beschreibung: Die Panzerform ähnelt der von Mauremys caspica oder M. rivulata. Die Grundfarbe variiert von helloliv bis braun, gerade bei jüngeren Tieren findet man einen Rückenkiel. Auf den Rippen- und Randschildern findet man häufig hell gesäumte orange bis braune Augenflecken, die im Alter ebenfalls etwas verblassen. Die Streifen an den Halsseiten bilden meist bereits in der Ohrregion Schnörkel.

Lebensraum: Ruhige Zonen breiter Bäche und Flüsse, Tümpel sowie Abwassergräben o.ä.

Lebensweise: Tiere aus dem nördlichen Teil der Verbreitungsgebietes legen eine Winterruhe ein, Tiere aus dem Süden dagegen sind meist ganzjährig aktiv. Nahrung wird sowohl im Wasser als auch an Land aufgenommen.

Größe: bis etwa 25cm, Männchen kleiner als Weibchen.

Temperaturansprüche: Im Sommer bis zu 30°C Wassertemperatur, im Winter verkürzte Aktivitätsphase (siehe auch Überwinterung) oder Winterruhe bei unter 10°C, je nach geographischer Herkunft der Tiere.

Ernährung: Tierische und pflanzliche Kost im Verhältnis 2:1, gereicht werden können Fisch, Wirbellose, nestjunge Mäuse, Rinderherz, Pelletfutter, in geringen Mengen auch Katzenfutter, Schildkrötenpudding und pflanzliche Kost in Form div. Wasserpflanzen, gelegentlich auch Früchte oder Obst.

Haltung: Die Haltung ähnelt der von Mauremys rivulata, allerdings benötigen gerade Tiere aus dem südlichen Teil des Verbreitungsgebietes höhere Temperaturen. Ein Aufenthalt im Freiland - und hier nur in geschützten Anlagen - ist von Juni bis zur Winterruhe möglich. Danach können die Schildkröten in die Zimmerbecken gesetzt werden, wo Beleuchtungsdauer und Temperatur langsam erhöht werden. Bis April sollten dann bereits sommerliche Temperaturen erreicht werden.

Weibchen und Männchen sollten auch bei dieser Art getrennt untergebracht werden.